Jenseits von Brasilien

Johann Natterer und die ethnographischen Sammlungen der österreichischen Brasilienexpedition 1817 bis 1835. Claudia Augustat (Hrsg.). Katalog. Wien 2012. Beiträge von: Christian Feest, Gabriele Herzog-Schröder et al. 24,5 x 29,5 cm. Gewicht: 1,2 kg. 199 Seiten mit meist farb. Abb. Bibliografie. Klappenbroschur. Text: Deutsch. Kunsthistorisches Museum Wien. ISBN 9783990200230. art-11447
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Brasilien galt bis ins frühe 19. Jahrhundert in Europa weitgehend als Terra incognita. Anlässlich der Vermählung von Erzherzogin Leopoldine mit dem portugiesischen Thronfolger Dom Pedro im Jahre 1817 entsandte der österreichische Hof eine naturkundliche Expedition nach Brasilien, um das Land und seine Menschen, aber auch Flora und Fauna wissenschaftlich zu erschließen.

Johann Natterer (1787 – 1843) war Zoologe auf dieser Expedition und bereiste das Land insgesamt 18 Jahre lang. Da er früh verstarb und ein großer Teil seiner Aufzeichnungen beim Hofburg-Brand im Jahre 1848 vernichtet wurde, blieb seine Sammeltätigkeit lange Zeit ohne Würdigung.

Das Museum für Völkerkunde in Wien verdankt ihm heute die weltweit bedeutendsten ethnographischen Sammlungen aus dem Brasilien des frühen 19. Jahrhunderts. Sie zählen mit über 2.400 Objekten zu den bedeutendsten ihrer Art, sind jedoch dem Publikum und der Fachwelt bis heute kaum bekannt.

Der Ausstellungskatalog „Jenseits von Brasilien“ präsentiert nun erstmals diese faszinierenden Objekte und bietet dabei weit mehr als eine historische Nacherzählung. Die Sammlungsbestände werden in unterschiedlichen Kontexten gezeigt, wobei die Einbindung in aktuelle Themen eine Brücke in die Gegenwart schlägt.