Luis Fabini – Amerikas Cowboys

Von den Prärien Nordamerikas bis in das Hochland der Anden. Wade Davis. Sieveking 2016. Deutsch. 156 Seiten, 107 Abb. 32 x 25,5 cm. 1,5 kg. Fester Einband mit Schutzumschlag. 9783944874517. art-27848
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Es gibt sie heute noch, die Cowboys, allerdings haben sie nur wenig mit Westernhelden aus Hollywood gemein. Mehr als ein Jahrzehnt hat der New Yorker Fotograf Luis Fabini mit den kargen Alltag der Cowboys geteilt. Er zeigt uns die raue Lebenswirklichkeit dieser Männer, die bis heute auf Pferderücken Vieh durch die Weiten der Amerikas treiben. Fabini bereiste dafür mehrfach monatelang acht Regionen des amerikanischen Kontinents. Er trank Mate mit den Gauchos von Uruguay und war dabei, als die Cowboys in Nebraska die Kälber mit Brandzeichen markierten. Er übernachtete mit den Vaqueiros in der von Dornbüschen übersäten Steppe und begleitete die Pantaneiros beim Viehtrieb durch die riesige Sumpflandschaft des Pantanal, während sie von Mücken geplagt und von Jaguaren, Kaimanen und Anakondas umgeben waren.

Folglich wurde Luis Fabini Teil ihrer Welt. Seinen Fotografien sieht man das an: In Duoton oder Farbe zeigt er Porträts wettergegerbter Gesichter, von Männern, deren Züge vom selbstbestimmten, aber entbehrungsreichen Leben erzählen. Ihre rauen Hände, die wogenden Rücken der Viehherden und die halbwilden Pferde, die eins mit ihrem Reiter zu sein scheinen, fangen die Wildheit des Landes ein. Fabinis Bilder zeigen ein Leben, das fern unserer Realität liegt und doch ein Teil unserer Vorstellung ist, welche durch den Verlust von Klischees nur an Reichtum gewinnt.

LUIS FABINI (geb. 1965) ist als Sohn eines Diplomaten auf unterschiedlichen Kontinenten aufgewachsen. Mit sieben Jahren bekam er von seinem Vater seine erste Kamera geschenkt, die von da an sein ständiger Begleiter wurde. Als junger Mann arbeitete er als Trekking­Guide, wurde Reisefotograf, drehte Dokumentarfilme und war auch als Fashion­Fotograf tätig. 2003 kehrte er dann nach Uruguay zurück zu seinen Wurzeln.

WADE DAVIS (geb. 1953) ist ein international anerkannter Anthropologe, Autor und Reisejournalist und Journalist; er hat zahlreiche Bücher veröffentlicht und ist »Explorer in Residence« für die National Geographic Society.

»Der Bildband zeigt in berauschend schönen Aufnahmen die harte Realität des Wilden Westens und macht Ross und Reiter zu stolzen Ikonen.« SÜDDEUTSCHE ZEITUNG

»Staub und Regen, Einsamkeit und Männer-freundschaft, Geschwindigkeit und Verharren, der Fotograf hat viele Momente des Lebens draußen zu einem umfassenden Bogen gebündelt.« FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG