Miroslav Tichy – Die Stadt der Frauen

Thomas Schirmböck, Alfried Wieczorek (Hrsg.). Ausst'publikation. Reiss-Engelhorn-Museeum Mannheim. Kehrer 2013. Beiträge von Milan Chlumsky, Thomas Schirmböck et al. Deutsch. 248 Seiten, 158 Abb. (davon 136 farbig und 22 s/w). 17,4 x 23,5 cm. 852 g. Fester Einband. 9783868283600. art-15913
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Als Miroslav Tichý (1926 – 2011) bei der Biennale von Sevilla 2004 durch Harald Szeemann erstmals der breiten Öffentlichkeit präsentiert wurde, hatte die Kunstwelt einen neuen Star an ihrem Firmament fixiert.

Tichý war Maler, Fotograf und Asket mit überzeugender Inventionskraft und erweiterte die Grenzen der Fotografie um ein gleichermaßen sonderbares und zauberhaftes Kapitel: Nach seiner Ausbildung zum Maler fotografierte er jahrelang obsessiv und heimlich die Frauen seines Heimatortes. In der dunkelsten Zeit des tschechoslowakischen Sozialismus war es ihm in der Provinz Südmährens gelungen, die Schönheit der Frau in einem Gesamtwerk von singulärem Rang zu feiern.

Die Publikation reflektiert anhand bislang unveröffentlichter Bilder und Dokumente kritisch den Werdegang der großen Künstlerpersönlichkeit und überprüft die Mythen seiner Existenz.