John Singer Sargent

Portraits of Artists and Friends. Richard Ormond, Elaine Kilmurray. National Portrait Gallery 2015. Beiträge von Trevor Fairbrother, Barbara Dayer Gallati et al. Englisch. 256 Seiten, 135 Abb. (davon 135 farbig). 25,5 x 31 cm. 2,0 kg. Fester Einband mit Schutzumschlag. 9781855145450. art-16199
statt 50,00€ 25,00
John Singer Sargent (1856-1925) der beliebteste Porträtmaler seiner Zeit - und die feine Gesellschaft nach seinen Bildern unersättlich. In seinen Auftragsarbeiten für die High Society kam John Singer Sargent um bestimmte Konventionen nicht herum. »Wie befreit wirkt sein Werk hingegen dort, wo er Freunde und Kollegen porträtierte« (Art Magazin).

Der schmale Kopf der jungen Frau taucht aus dem dunklen Hintergrund. Die grünen Augen glühen hinter riesigen randlosen Brillengläsern, das Haar fällt in Strähnen über die Stirn, der Mund steht offen. Sie spricht so animiert, dass ihr Gesicht beinahe unscharf erscheint, als habe der Pinsel des Malers nicht Schritt halten können. John Singer Sargents 1881 entstandenes Porträt seiner engen Freundin Violet Paget, die unter dem Pseudonym Vernon Lee schrieb, ist eine schnell hingeworfene Studie, drei Stunden dauerte die Sitzung; das Modell fand, »dass es mir mehr gleicht als ich für möglich gehalten hatte«.

Die brillanten Bilder sind eindrückliche Charakterstudien und erzählen auch von Beziehungen, Loyalität, Einflüssen und Hoffnungen. Ziel der Ausstellung und ihres Begleitbandes ist es, diese Freundschaften in der Tiefe zu erkunden und ihre Bedeutung für Sargents Leben und die Entwicklung seiner Kunst aufzuzeigen. Das Buch ist chronologisch aufgebaut und nach den Orten geordnet, an denen Sargent während seiner kosmopolitischen Karriere arbeitete: Paris, London, New York, Italien und die Alpen. »Diese ebenso aufschlussreiche wie unterhaltsame Ausstellung macht deutlich, dass Kategorien wie altmodisch oder modern überflüssig sind, wenn dem Künstler Aussagekräftiges gelingt.« (FAZ)