Martin Kippenberger – XYZ

Mit einem Fotoessay von Elfie Semotan. Ingried Brugger, Lisa Ortner-Kreil (Hrsg.). Ausst'publikation. Kunstforum Wien. Verlag der Buchhandlung Walther König 2016. Beiträge von Matthias Dusini, Elisabeth Fiedler, Julia Gelshorn et al. Deutsch. 312 Seiten, 342 Abb. (davon 291 farbig). 16,5 x 24 cm. 860 g. Broschur mit Schutzumschlag. 9783960980049. art-24014
statt 34,00€ 9,95
Zu Lebzeiten umstritten setzte mit seinem frühen Tod eine einzigartige Erfolgsgeschichte ein. Die großen Museen der Welt, wie z. B. die Tate Modern, das MoMA und die Nationalgalerie Berlin, richteten Retrospektiven ein, in denen Kippenberger vorwiegend als Maler und Zeichner gewürdigt wurde. XYZ widmet sich erstmals der Sprache des Ausnahme-Künstlers, der so gut wie alles machte: Kunst, Performances, Skandale, Feiern, Reisen, Punkrock, Kolumnen, Wortwitze, Einladungskarten, Plakate und Bücher.

Martin Kippenberger: XYZ, das Buch zur Ausstellung im Bank Austria Kunstforum Wien, analysiert die Rolle des Mediums „Sprache“ im Werk von Martin Kippenberger aus verschiedenen Blickwinkeln. Kippenberger gab zu Lebzeiten ganze 149 Künstlerbücher heraus und pflegte ein höchst respektvolles, aber auch ambivalentes Verhältnis zum Medium Buch, wie etwa Walther König, Kippenbergers Verleger, in einem Interview erzählt.

Neben klassischen kunst- und kulturhistorischen Texten wartet das Buch auch mit einer Reihe an anderen Textkategorien auf – Gesprächsaufzeichnungen, einem literarischen Text, einem KünstlerInnen-Statement sowie Texten von Martin Kippenberger selbst. So wird klar, welch spielerischen aber gleichzeitig auch ernsten und unerbittlichen Umgang mit Sprache Kippenberger qua seinem Werk betrieb. Die Tücken, die das Spiel mit der Sprache birgt, werden etwa anhand von NichtÜbersetzbarkeit von Kippenbergers Bildtiteln oder der Frage von Political Correctness bewusst gemacht. Während im ersten Teil des Buches in Form von Essays Kippenbergers Werk in seinen Grundzügen analysiert wird, bezieht sich der zweite Teil auf einzelnen Ausstellungskapitel. Anstelle einer Biografie befindet sich der künstlerische Fotoessay „Martin Kippenberger gesehen von Elfie Semotan“.