Lucio Fontana 1946-1960

Zeichen und Zeichnung. Luca Massimo Barbero (Hrsg.). Ausst'publikation. Museum Liner Appenzell. Museum Liner 2009. Beiträge von C. Nauer & R. Scotti. Deutsch. 172 Seiten, 144 Abb. (davon 84 farbig). 20,5 x 25,5 cm. 780 g. Klappenbroschur. 9783906966144. art-07299
statt 35,00€ 12,00
Der in Zusammenarbeit mit dem Museo d’Arte Mendrisio und der Mailänder Fondazione Lucio Fontana konzipierte Katalog Lucio Fontana, 1946 – 1960, Zeichen und Zeichnung stellt erstmals das zeichnerische, malerische und plastische Werk des Künstlers in einen übergreifenden konzeptuellen Zusammenhang.

Die beiden Herausgeber Simone Soldini und Luca Massimo Barbero stellen die Arbeiten in den Kontext eines umfassenden ästhetischen Konzepts, das schlagwortartig mit Fontanas Wunsch nach der „Eroberung einer neuen Dimension“ umschrieben werden kann: Fontanas Concetto spaziale (die Vorstellung einer neu definierten Raumempfindung), deren Entwicklung gerade in der Zeichnung augenfällig wird, steht im Zentrum der Ausstellung.

In der konzentrierten Auswahl der Werke aus dem so genannten Spätwerk (24 Leinwandarbeiten, darunter die Buchi, Löcher, und die Tagli, Schnitte, 8 plastischen Werken, 49 Arbeiten auf und mit Papier, und einer Rauminstallation, ergänzt um historisches Dokumentationsmaterial) wird der Künstler Lucio Fontana (1899-1968) als einer der Begründer einer raumbezogenen und performativen Kunst vorgestellt: einer Kunst, die Begrenzungen in den traditionellen Gattungen Malerei, Skulptur und Zeichnung öffnet und überwindet. Damit bereichert Fontana – kunsthistorisch vor dem französischen Künstler Yves Klein oder den deutschen Künstlern des Zero – die Kunst um eine ideelle, wenn nicht idealistische Komponente.