Copley

Götz Adriani (Hrsg.). Ausst'publikation. Museum Frieder Burda, Baden-Baden. Kehrer 2012. Beiträge von G. Adriani, G. Baselitz, J. Irrgang, A. Warhol et al. Deutsch. 256 Seiten, 179 Abb. (davon 179 farbig). 19,6 x 28,5 cm. 1,3 kg. Fester Einband mit Schutzumschlag. 9783868282702. art-09426
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Der Ausstellungskatalog präsentiert über 80 Werke William Copleys (1919-1996), der als Galerist, Künstler, Schriftsteller und Verleger seit Mitte der 1940er Jahre ein wichtiger Vermittler zwischen den Surrealisten und der Pop Art-Bewegung ist und zu den eigenwilligsten Persönlichkeiten der Kunstszene gehört.

In der Tradition von Dada, Surrealismus und amerikanischer Pop Art setzt sich William N. Copley in seinen Bildern auf ironische Weise mit dem erotischen Spiel zwischen Mann und Frau in all seinen Facetten auseinander und thematisiert die Absurdität der Amouren und Verbrechen, des Starrummels und der Markengläubigkeit. Schon früh findet er zu seinem eigenwilligen Stil, der sich in erster Linie an den beiden Hauptprotagonisten seiner Bildergeschichten manifestiert: Eine wohlproportionierte Blondine in rosiger Nacktheit trifft auf einen Mann im Anzug, der bewaffnet ist mit den Symbolen der Ehrwürdigkeit und des sublimen Sex – dem Regenschirm und der Melone. Gekonnt spielt Copley, der Arrangeur des Doppelbödigen, mit der voyeuristischen Erwartungshaltung des Betrachters. So erklärte er: „In meiner Commedia geht es darum, beim Fremdgehen erwischt zu werden.“

Copleys Werk ist eine bildgewordene Huldigung an die bewegenden Mächte des Eros. Allerdings belässt er es nicht bei naiv schönen Bildern, sondern entwickelt inhaltlich einen Tiefgang, der sich dem Betrachter erst durch genaues Hinschauen und die Verbindung zwischen Darstellung und Bildtitel erschließt.