Gerhard Altenbourg – Monographie und Werkverzeichnis

Bd I-III. 3 Bd. Annegret Janda. Werkverzeichnis. Köln 20042010. Beiträge von: Willi Heining, Jutta Penndorf et al. 25,7 x 33,7 cm. Gewicht: 11,2 kg. 1500 Seiten mit 5042 Abb. Leinen mit Schutzumschlag. Text: Deutsch. Wienand Verlag. ISBN 9783879098415. art-12647
statt 264,00€ 128,00
Das umfangreiche Werk Gerhard Altenbourgs endlich vollständig katalogisiert und kommentiert: Gerhard Altenbourg (1926–1989) war ein in jeder Hinsicht außergewöhnlicher Künstler. Sein mehrere tausend Arbeiten umfassendes Œuvre entstand in größter Zurückgezogenheit im thüringischen Altenburg.

Altenbourgs Lebensauffassung und seine Gedankenwelt waren der Stoff, aus dem sein Werk erwuchs. Er entdeckte immer neue Mittel, um das zu formulieren, was er ausdrücken wollte. So kombinierte er stets eine Vielzahl von Techniken und Medien – Aquarelle, Kohle- und Kreidezeichnungen, Steindruck, Holzschnitt, Radierung oder Metallrelief, Künstlerbücher und Texte. Seine Gesamtkompositionen entwickeln sich aus einander durchdringenden Köpfen, Landschaften und Szenen; es entsteht ein detaillierter innerer Kosmos, in dem alle Arbeiten aufeinander bezogen sind. Altenbourgs Werk ist schwer einzuordnen, doch sind verschiedenste Einflüsse erkennbar, z.B. von Wols, Klee und den Dadaisten.

Um die thematischen und zeitlichen Zusammenhänge nicht auseinander zu reißen, wird Altenbourgs Werk in drei Bänden präsentiert, die chronologisch die einzelnen Werkgruppen mit den Lebensereignissen verknüpfen. Band I umfasst die Zeit bis 1958, die durch die Erlebnisse als Soldat im Zweiten Weltkrieg und die Versuche, für ihre Schilderung eine angemessene geistige Form zu finden, geprägt waren. Band II enthält das Werk der Jahre 1959 bis 1976: die anfänglichen Erfolge, deren Abbruch durch den Bau der Berliner Mauer und die wiederholten Kontrollen durch die staatlichen Kunstbehörden, die 1976 mit den unerhörten Ereignissen um die Ausstellung im Schloss Hinterglauchau ihren Höhepunkt fanden, als Direktor und Mitarbeiter verhört und bestraft wurden. In Band III folgt das Werk der Jahre 1977 bis 1989, in denen sich allmählich größere Erfolge einstellten. 1989 starb Gerhard Altenbourg bei einem Autounfall.