Lois Weinberger

Philippe van Cauteren (Hrsg.). 2013. Beiträge von: Martin Engler, Tom Trevor, Philippe van Cauteren. 22,6 x 27,5 cm. Gewicht: 2,4 kg. 480 Seiten mit 403 Abb. Bibliografie. Fester Einband mit Schutzumschlag. Text: Deutsch, Englisch. Hatje Cantz. ISBN 9783775735179. art-14899
statt 58,00€ 19,95
»Käfig mit Wildwuchs« und »perfekt provisorische Gebiete«: Lois Weinberger und seine Pflanzenskulpturen

Lois Weinberger (*1947 in Stams, Tirol) arbeitet an einem Netzwerk, welches den Blick auf Randzonen lenkt. Er versteht sich als Feldarbeiter und begann in den 1970er-Jahren mit ethnopoetischen Arbeiten, welche die Basis bilden für seine künstlerische Auseinandersetzung mit dem Natur- und Zivilisationsraum.

Ruderalpflanzen, Trümmerflora, die alle Bereiche unseres Lebens tangieren, sind Ausgangs- und Orientierungspunkt für Notizen, Zeichnungen, Fotos, Objekte, Texte, Filme und Arbeiten im öffentlichen Raum.

Zur documenta X bepflanzte Weinberger ein stillgelegtes Bahngleis von 100 Meter Länge mit Neophyten aus Süd-und Südosteuropa, das zur Metapher für die Migrationsprozesse unserer Zeit wurde und dessen poetisch-politische Bezüge weit darüber hinausweisen. Er hat mit seiner Arbeit die neue Debatte zu Kunst und Natur von den 1990er-Jahren bis heute maßgeblich mitbestimmt.