Bob Colacello – Out

Steidl 2007. Englisch. 232 Seiten, 211 Abb. 33 x 23,5 cm. 1,4 kg. Broschur. 9783865214034. art-06624
statt 40,00€ 10,00
Dieser Band dokumentiert eine Ära, die, obwohl keine dreissig Jahre vergangen, doch wirkt wie eine völlig andere Zeit: Das wilde Jahrzehnt der Discos und Drogen zwischen dem Ende des Vietnamkrieges und dem Aufkommen von AIDS, in dem jede Nacht eine Party zu sein schien und die Grenzen zwischen Schwarz und Weiss, Arm und Reich oder Homo und Hetero zu verschwimmen schienen.

Als Herausgeber der von Andy Warhol ins Leben gerufenen Zeitschrift Interview war Bob Colacello der richtige Mann, um diese Szene zu dokumentieren. Unter dem Titel Out veröffentlichte Colacello eine Kolumne, die ihn von Ausstellungseröffnungen über Filmpremieren zu Cocktailparties oder Disconächten trieb, manchmal im Laufe einer Nacht. Erst zwei Jahre nachdem er die Kolumne ins Leben gerufen hatte, kam Colacello der Gedanke seine Texte selbst mit Fotografien zu ergänzen und so trug er von da an immer eine der ersten 35 mm Kameras mit sich, die klein genug war, um sie in der Jackentasche zu verstecken.

Die verzerrten Winkel und die willkürliche Beleuchtung verleihen diesen Bildern eine Nähe und Authentizität, die den Werken professioneller Fotografen damals noch oft abging. Colacello blieb nicht an der Tür stehen und wartete auf Motive, er mischte sich unter die Partygäste und schoss die Bilder unvermittelt oder zufällig, wie er selber immer betonte. So entstanden völlig unvorbereitete, entspannte Bilder von Jack Nicholson, Raquel Welch, Mick Jagger, Yves Saint Laurent, Willy Brandt, Joseph Beuys, Robert Rauschenberg und natürlich Andy Warhol. Von diesen Bildern wurde aus Platzgründen nur ein kleiner Teil veröffentlicht. In diesem Band werden sie jetzt zum ersten Mal vollständig gesammelt und veröffentlicht.