Paris pour Mémoire

Le livre noir des destructions haussmanniennes. Mathilde Kressmann (Hrsg.). Pierre Pinon. Parigramme 2012. Französisch. 576 Seiten, mit 580 Abb. 25,2 x 31,5 cm. 2,1 kg. Fester Einband. 9782840967958. art-13761
statt 49,00€ 19,95
Unter dem Präfekten Georges-Eugène Haussmann erhielt Paris ab Mitte des 19. Jahrhunderts ein völlig neues Aussehen. Die französische Hauptstadt sollte zu einer modernen Metropole werden. Im Zuge der umwälzenden Sanierung verschwand das alte Zentrum und damit die verwinkelten, mittelalterlichen Gassen; es entstanden die breiten Boulevards, weitläufige Grünanlagen, die großen Bahnhöfe, Brücken, neue Wohnhäuser. Das Erscheinungsbild der Viertel änderte sich radikal.

Vor ihrer Zerstörung erhielt der Architekt Gabriel Davioud den Auftrag, die Häuser des alten Paris in Zeichnungen festzuhalten. Bis 1854 entstand auf diese Weise eine präzise Dokumentation der Hausfassaden, die später der "Haussmannisierung" zum Opfer fallen sollten. Der Detailreichtum, mit dem die größtenteils frühneuzeitlichen Häuser dargestellt wurden, ist faszinierend: Ladenschilder, Werbeinschriften, sogar die Gegenstände in den Läden sind auf den Blättern verewigt worden. Nur die Menschen fehlen.

Die Publikation "Paris pour Mémoire" enthält eine umfangreiche Auswahl dieser Blätter, deren Originale 1871 verbrannten. Straße um Straße, Fassade um Fassade wird hier ein untergegangenes Paris sichtbar.