Robert Mangold – Gemälde & Zeichnungen 1984–1997

Paintings & Drawings 1984-1997. Volker Rattemeyer (Hrsg.). Katalogbuch. Museum Wiesbaden & Kunstverein St. Gallen. Verlag für moderne Kunst Nürnberg 1998. Deutsch, Englisch. 242 Seiten, 63 Abb. 24,4 x 29 cm. 1,3 kg. Broschur mit Schutzumschlag. 9783892580386. art-08283
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Mit Ellsworth Kelly und Robert Ryman gehört er zu denjenigen amerikanischen Künstlern, die der Malerei in den sechziger Jahren noch Zukunft gaben. Im Anschluss an Jackson Pollock und Barnett Newman war das ein ehrgeiziges Unterfangen. Denn es ging um nichts weniger als darum, die Malerei »neu zu erfinden«.

Was Robert Mangold interessiert, ist die Wand als Gemälde, wie es in der Höhlenmalerei sowie durch das Fresko bekannt ist. Die Begrenzung des Gemäldes auf die Fläche begreift Mangold als Stärke. Sein Thema ist die Untersuchung dieser Fläche im Hinblick auf Form, Farbe und Linie. Es fasziniert ihn, die Qualitäten auszuloten, die dazu führen, dass eine Bildfläche sich mit Spannung auflädt. Er geht davon aus, dass allen Elementen eines Bildes in diesem Zusammenhang gleich wichtige Bedeutung zukommt.
Durchgehendes Merkmal seines Gesamtwerks ist die geformte Leinwand, deren Geometrie zumeist gestört scheint. Rechteck, Quadrat und Kreis sind, manchmal unmerklich, verzerrt oder beschnitten. Die darin zum Ausdruck kommende Fragmentierung des Blicks hat er in den New Yorker Hochhausschluchten erlebt. Gekurvte Umrisslinien assoziiert er demgegenüber mit Erlebnissen in der freien Natur.

Für die Wiesbadener Ausstellung ist eine Konzeption entwickelt worden, die Robert Mangolds Schaffensprozess der letzten 15 Jahre fokussiert. Gezeigt werden 70 Gemälde, Zeichnungen und Skizzen, von denen u.a. die Serie der 18 Studien für seine Attische Serie zum ersten Mal in Europa zu sehen sind.
Für den Ausstellungskatalog wurde ein Werkverzeichnis aller seit 1982 entstandenen Gemälde erarbeitet.