Paul Shambroom – Picturing Power

Laura Westlund (Hrsg.). Ausst'publikation. Weisman Art Museum, Minnesota. D.A.P. 2008. Beiträge von St. Horodner, D. Mullin, H. Reckitt et al. Englisch. 148 Seiten, mit zahlr. Abb. 23,6 x 29,3 cm. 1,1 kg. Fester Einband. 9781933045757. art-09192
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"Picturing Power" wurde anlässlich der gleichnamigen Wanderausstellung Paul Shambrooms, die 2008 bis 2009 durch Amerika tourte, herausgebracht. Es ist die erste Monographie Shambrooms, die Werke aus allen seiner fünf wichtigsten Fotostrecken vereint.

In den späten 1980er Jahren besuchte Shambroom Industriegelände und Büroräume um die Orte zu dokumentieren, in denen viele Amerikaner einen Großteil Ihrer Zeit verbringen. Seine nächste Serie "Nuclear Weapons" begann Anfang der 90er Jahre und zeigte verlassene, unzugängliche Kernversuchsanlagen, deren Räume und Bomben er in gespenstischen Aufnahmen einfing. In seiner 1999 begonnenen Serie "Meetings" portraitierte er lokale Politiker und Beamte in Besprechungen und zeigte damit sowohl die Ernsthaftigkeit als auch die Banalität dieser Meetings auf. Seine neuste Serie "Security" zeigt Szenen aus Sicherheitstrainings in besonderen Anlagen in den USA. Ralität und Fiktion, Vergangenheit und Gegenwart scheinen zu verschwimmen und jede Person gleicht einer Bedrohung in der Ära nach dem Anschlag von 9/11.

Obgleich der Verschiedenheit seiner Motive, zeigen und entmystifizieren sie alle versteckte, kleine Schaltstellen der Macht. Dabei ist nicht nur die besonders karge und harte Form der Darstellung, die Shambroom anwendet, faszinierend, sondern auch der bloße Umstand, dass er Zugang zu diesen Einrichtungen erlangte. Kennzeichen seiner Arbeit ist dabei der demokratische, offene Ansatz, mit dem Shambroom diesem Privileg, Einblick in sonst ungesehene Orte zu erhalten, begegnet.