Michael Wesely – Stilleben

2001-2007. Ausst'publikation. Gemeentemuseum, Den Haag. Schirmer/Mosel 2007. Beiträge von Franz-W. Kaiser. Englisch, Deutsch. 96 Seiten, 42 Abb. (davon 42 farbig). 26,3 x 34,6 cm. 1,2 kg. Fester Einband mit Schutzumschlag. 9783829603058. art-09859
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Die Vergänglichkeit alles Irdischen ist ein Jahrhunderte altes Thema der Kunst. In den Vanitas-Stillleben des 17. Jahrhunderts füllten meisterlich gemalte Schädel, totes Getier, verfaulende Früchte und welke Blumen die Leinwände.

Die Idee des memento mori beschäftigte auch Michael Wesely (*1963, München) in seinen zwischen 2001 und 2007 entstandenen Blumenstillleben. Sein Interesse gilt dabei dem Phänomen der vergehenden Zeit: Mit Hilfe von selbstgebauten Großformatkameras realisiert er Langzeitbelichtungen. Das Ergebnis sind Bilder, in denen Zeit sichtbar wird.

Fünf bis zehn Tage lang richtete er die Kamera auf die Blumenbouquets und fing ihren Verfallsprozess schrittweise ein. In seinen Bildern, die zugleich irritieren und faszinieren, visualisiert er das fragile, vibrierende Eigenleben verwelkender Blumen.