Alberto Giacometti – Die Spielfelder

Hubertus Gaßner, Annabelle Görgen (Hrsg.). Ausst'publikation. Hamburger Kunsthalle. Hamburger Kunsthalle 2013. Beiträge von Casimiro die Crescenzo, Ulf Küster et al. Deutsch. 176 Seiten, mit zahlr. Abb. 28,3 x 24,5 cm. 1,2 kg. Fester Einband. 9783938002421. art-11196
statt 32,00€ 14,95
Giacometti – Die Spielfelder zeigt erstmals, wie wegweisend das kaum bekannte surrealistische Frühwerk des Ausnahmekünstlers für sein Œuvre ist: In der neuartigen horizontalen Ausrichtung der fragilen Unikate entwickelt Giacometti die Idee der „Skulptur als Platz". Werk und Sockel, Präsentiertes und Präsentationsform fallen ineinander. Entscheidend wird die Positionierung der einzelnen, geheimnisvoll auf Eros, Tod und Erinnerung anspielenden Elemente – wie auf einer Spielfläche.

Der Ausstellungskatalog zur groß angelegte Schau legt offen, dass die „Spielbrettskulpturen" als Modelle auf riesige Platzgestaltungen verweisen. Giacometti selbst umgab sich über Jahrzehnte mit vergrößerten „Spielelementen" in seinem winzigen Atelier, dessen räumliche Gedrängtheit und ideele Bedeutung in der Publikation veranschaulicht wird. Seine berühmten Sammelskulpturen der Nachkriegszeit zeigen, wie weitgehend er die Idee der Plätze in der nun typisch überlängten Formensprache immer wieder aufnimmt. Überlebensgroße Skulpturen, die Giacometti 1960 für den Vorplatz einer Bank in Manhattan entwarf, bilden schließlich innerhalb seines Œuvres den Höhepunkt der Suche nach einer idealen Platzgestaltung zwischen Kunst und Leben.

Eine Vielzahl Skulpturen, Gemälde, Zeichnungen und Fotos aus internationalen Museen sowie unbekannteren Privatsammlungen offenbart die Spannweite und die Bedeutung von Giacomettis Kunst bis heute.