Luc Tuymans – The Arena

Stephan Berg (Hrsg.). Pinakothek der Moderne, München. Hatje Cantz 2003. Beiträge von Stephan Berg, Konrad Bitterli & Philippe Pirotte. Englisch, Deutsch. 120 Seiten, 69 Abb. (davon 69 farbig). 17,2 x 57,9 cm. 588 g. Fester Einband. 9783775712651. art-12704
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Luc Tuymans (*1958) gehört seit seinen Auftritten auf der Biennale Venedig 2001 und auf der Documenta11 international zu den bedeutendsten Malern seiner Generation.

Der belgische Künstler hat seit Ende der achtziger Jahre ein außerordentlich komplexes Werk entwickelt, in dem sich die jeder Malerei immanente Frage nach Darstellung und Darstellbarkeit mit einer radikal inhaltlichen Aufladung der Bildmotive verbindet. Aus einer eher zeichnerisch angelegten, kühl-figurativen Anlage heraus und immer auf der Basis von bereits medial bearbeitetem Material wie Polaroids, Zeitungsabbildungen oder Filmstills entstehen stille Bilder von Landschaftsausschnitten, Gegenständen, Architekturen und häufig maskenhaft wirkenden Menschen. In ihrer pastellfarbigen, zumeist weißlich grundierten Unschärfe entziehen sich diese Bilder einer konkreten Benennbarkeit.

Die Publikation bietet eine repräsentative Auswahl seiner Werke sowie ein größeres Konvolut eigens geschaffener, neuer Arbeiten, die von zwei zentralen Bildergruppen gerahmt werden: Vom Zyklus Die Zeit (1988) über den nationalsozialistischen Genozid und von der Serie Passion (1999) zur Frage nach dem substanziellen Kern von Religiosität.