Esprit Montmartre

Die Bohème in Paris um 1900. Ingrid Pfeiffer, Max Hollein (Hrsg.). Ausst'publikation. Schirn Kunsthalle Frankfurt. Hirmer 2014. Deutsch. 320 Seiten, 290 Abb. (davon 290 farbig). 24 x 29 cm. 1,9 kg. Fester Einband. 9783777421964. art-13390
statt 49,90€ 14,95
Eine illustre Schar, die sich um die Jahrhundertwende im Pariser Viertel um den Montmartre – man muss fast sagen, ein Dörfchen zu dieser Zeit – niederließ: Künstler und Lebenskünstler aller Disziplinen und Schulen übten sich im Dandytum, sofern sie es sich leisten konnten - oder auch, wenn nicht. „Das Viertel ähnelt einem riesigen Atelier“, schrieb ein zeitgenössischer Kritiker in den 1890er-Jahren über den Montmartre in Paris.

Die Maler, Dichter und Komponisten entwickelten ein Potenzial höchster Inspiration und Kreativität, geballt an diesem Ort, einem energiegeladenen Kontrapunkt zum mondänen Paris der Boulevards und Paläste. Oft aus großbürgerlichem Elternhaus stammend, entschieden sich die Künstler bewusst für ein Leben als ärmliche Bohémiens. Dieses neue Selbstverständnis als Außenseiter spiegelt sich auch in ihrer Kunst besonders realistisch und eindrücklich wider. Anhand einer großen Materialfülle wird dieser ungewöhnliche Moment der Kunstgeschichte in allen Facetten beleuchtet und die besondere Atmosphäre am Montmartre um 1900 erlebbar gemacht. Zahlreiche historische Fotos und eine Übersichtskarte lassen die „Belle Epoque“ für uns heute lebendig werden und mit ihr die unterschiedlichsten Charaktere, welche sie ausmachen:

Van Gogh, Picasso, Toulouse-Lautrec und viele mehr porträtierten in Gemälden, Grafiken und auf Plakaten erstmals nicht nur die Cafés, Varietés und Zirkusse dieser schillernden Umgebung, sondern zeigten auch die harte Realität der Bettler und Prostituierten. Wer dieses Ausstellungshighlight der Schirn verpassen muss, dem kann dieser begleitende Katalog empfohlen werden – zur Vor- und Nachbereitung des Besuches sowieso.