Hommes pour Hommes

Homoérotisme et homosexualité masculine dans l'histoire de la photographie depuis 1840. Editions des Deux Terres 2007. Französisch. 288 Seiten, mit zahlr. Abb. 25,3 x 31,3 cm. 2,4 kg. Leinen mit Schutzumschlag. 9782848930466. art-13676
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Der männliche Akt war immer ein Opfer von Unterdrückung und Ignoranz. Aufgrund anderer Moralvorstellungen war es in der Antike keineswegs unüblich Nacktheit darzustellen; dies änderte sich mit den strikten christlichen Vorgaben im Mittelalter, wo Nacktheit nur in bestimmten Kontexten erlaubt war, so z.B. zur Darstellung von antiken Gottheiten. Trotzdem gab es auch Künstler, z.B. Albrecht Dürer, die den Akt als Möglichkeit des Selbstporträts wählten.

Thema dieses üppig illustrierten Bildbandes ist der männliche Akt in der Geschichte der Fotografie seit 1840. Es ist eine seriöse Sammlung der erotisch/pornografischen Darstellung des Männerbildes und zeigt nicht nur Beispiele der hinlänglich bekannten Fotografen wie Wilhelm von Gloeden, Fred Holland Day, Herbert List, Robert Mapplethorpe, Arthur Tress, Duane Michaels oder Pierre et Gilles: vielmehr gibt es eine solche Fülle an nie oder selten gezeigten, teils anonymen Fotografien, die allesamt das Maß der Skandalisierung, Unterdrückung und glücklicherweise auch der Emanzipation schwuler Thematik dokumentieren.

Auch für diejenigen, die des Französischen nicht mächtig sind, ist allein schon das Bildmaterial dieses gewichtigen Buches ein Quell der Information und Diskussion. Wichtig dabei, dass nicht nur die heroischen, ästhetisch überhöhten Akte im Vordergrund stehen, sondern auch die Bilder, die die Realität nicht ausschließen und Gewalt, Tod und Trauer einbeziehen.