Gregor Schneider – Weisse Folter

Julian Heynen, Brigitte Kölle (Hrsg.). Ausst'publikation. K21 Ständehaus, Düsseldorf. Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen 2007. Englisch, Deutsch. 122 Seiten, 20 x 25,5 cm. 536 g. Klappenbroschur. 9783926154866. art-15852
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Weiße Folter, auch Saubere Folter genannt, bezeichnet Foltermethoden, die darauf abzielen, die Psyche des Menschen zu zerstören, ohne nachweisbare Spuren zu hinterlassen.

Der Katalog dokumentiert einen neuen Werkkomplex des Künstlers Gregor Schneider. Eine Abfolge von gebauten und begehbaren Räumen ist in die bestehende Architektur des Museums eingesetzt: Lange Korridore und enge Zellen, die gleichermaßen an Intensivstationen und an Isolationshaft erinnern sowie an Schutz und Gefängnis. Einzelne Räume wecken Vorstellungen von Gefängniszellen, von Verhörräumen, von Wartezonen oder auch von Orten des überwachten Freigangs. Die künstlerische Strategie der Verdoppelung, welche Gregor Schneiders Oeuvre durchzieht, findet hier ihre Anwendung.

Ausgangspunkt dieser Publikation sind im Internet kursierende Bilder des US-amerikanischen Hochsicherheitsgefängnisses Camp V in Guantánamo Bay auf Kuba, das sich als Niemandsland den Blicken der Öffentlichkeit zu entziehen versucht.