David Klammer – Good Morning Auroville

Die utopische Stadt der Morgendämmerung. Edition Bildperlen 2018. Beiträge von Tim Becker, Peter von Brinkemper, Maddy Crowell et al. Deutsch. 192 Seiten, 21,5 x 26,5 cm. 1,1 kg. Fester Einband. 9783946328384. art-19045
€ 39,95
Rabattstaffel: 40% und Partie
Auroville, die Stadt der Morgendämmerung. Ein poetischer Name für einen Ort, der vor 50 Jahren auf süd-indischem Ödland geplant wurde. Für eine neue Gesellschaft ohne Rassengrenzen, Glaubensschranken, Geld. Der Plan, den die französische Philosophin Mirra Alfassa für Auroville vorsah, war, dass von hier aus die nächste Evolutionsstufe der Menschheit entstehen sollte. Eine Stadt mit mehr als 50.000 Menschen im Layout einer Spiralgalaxie.

1968 war die Geburtsstunde vieler gesellschaftlicher Umbrüche. Vietnamkrieg, Studenrevolte, Suche nach Utopien. Überall in der Welt wurden intentionelle Gemeinschaften gegründet. Von Menschen, die anders, nachhaltiger leben wollten. Und in Frieden.

Die meisten dieser Gemeinschaften bestehen heute nur noch aus ein paar Dutzend Bewohnern. Nicht so Auroville. Jedes Jahr bewerben sich hunderte Menschen aus aller Welt, um aufgenommen zu werden. Jeder muss hier ein Jahr lang auf Probe leben, arbeiten, sich bewähren. Und dem heissen Klima, den Schlangen und den Konflikten trotzen, die hier herrschen. Mittlerweile leben über 3.000 Menschen aus über 50 Nationen in Auroville und der Ort platzt aus allen Nähten. Und es stellt sich die Frage: Was ist real geworden von den Visionen der Gründerin? Ist Auroville der Sehnsuchtsort unserer Vorstellung einer Utopie? Ein anarchistischer Ort, an dem jeder gleich ist? Das Buch „Good Morning Auroville“ bietet keine Lösungen oder Deutungen an. Vielmehr ist es durch die verschiedenen Bild- und Textebenen ein Puzzle, das der Leser selber zusammen setzen muss. Oder, um ein anderes Bild zu benutzen: Eine Zwiebel, die - gehäutet - zum Kern führt. Doch, kann das gelingen? David Klammer nutzt in diesem Buch verschiedene Werkzeuge von Bild und Text. Um am Ende nur den einen Schluss zuzulassen: Das Auroville nicht einen Kern sondern viele hat.